Weinfass-Torte mit einem Weinglas aus Zucker

Schon seit einigen Jahren hatte ich die Idee für eine „Weinfass-Torte“ im Kopf und wollte diese unbedingt einmal umsetzten. Eine Torte, die aussieht wie ein kleines Weinfässchen. Dieses Jahr hatte ich endlich die Gelegenheit dazu, der Geburtstag eines „Weinliebhabers“. Mittlerweile habe ich ein bisschen Übung mit dem Umgang von Fondant und da war mir „nur“ eine Torte in Form eines Weinfasses ein wenig zu langweilig 😉

Ein Weinglas aus Zucker

Was könnte denn dazu noch passen? Ganz klar! Ein Weinglas oben drauf. Aber das muss natürlich auch essbar sein. Also ging ich mal auf Internet-Recherche was es denn so für Möglichkeiten gibt und da kam ich dann auf Isomalt. Das ist ein Zucker, der sehr gut schmilzt (einfach im Kochtopf erwärmen), dann kann man daraus alles Mögliche herstellen. Nun war Bastelarbeit angesagt, denn das Weinglas lässt sich ja nicht so einfach formen, sondern es muss gegossen werden. Dafür war dann Marcos Hilfe angesagt. Wir überlegten, wie wir das am besten anstellen könnten. Unsere eigenen Weingläser waren zu gross, wir brauchten was kleineres, aber Ikea hat da eins, dass genau richtig war. Von diesem brauchten wir nun eine „Negativform“, die wir mit lebensmittelechtem Silikon gossen. Oh je, wir hatten nur einen Versuch, aber zum Glück hat es geklappt! Die erste Hürde war geschafft, nun mussten wir aus dieser Form nur noch anständige Weingläser aus Zucker hervorbringen. Das kostete uns wirklich ein paar Versuche, gar nicht so einfach das ohne Luftblasen hinzubekommen. Aber am Schluss hatten wir drei fast perfekte Gläser aus Zucker.

Hier noch ein paar Bilder von der Herstellung des Zuckerglases:

  • Zuerst haben wir eine Form gesucht, in die man das Silikon giessen kann, dazu hat sich hervorragend eine PET-Flasche geeignet, die dann am Boden rundherum abgedichtet wurde. In diese Form wurde das Glas auf den Kopf gestellt. Die blaue Masse ist Silikon zum Kneten und das innerhalb weniger Minuten fest wird. Somit stellten wir sicher, dass sich keine Luftblasen unter dem Fuss des Glases sammelten.
  • Danach wurde das flüssige Silikon langsam in die Form gegossen. Nun musste das ganze erst mal einige Stunden trocknen (zur Sicherheit warteten wir mal 2 Tage ab 🙂 )
  • Von aussen sah die Form ja schon mal gut aus… Marco hat sie dann aufgeschnitten. Das Glas darin ging dabei zu Bruch, aber die Abgussform war super gelungen
  • Das letzte Bild zeigt dann unseren ersten Versuch…

Die Füllung ist auch ganz wichtig!

Der Wunsch für die Füllung war: „Wie eine Sachertorte…“. Nichts einfacher als das: Einfach 3 Biskuitböden in der 18cm-Springform backen, die Böden danach teilen und mit Aprikosenmarmelade dazwischen wieder zusammensetzen. Fertig war das „Grundgerüst“. Da Marmelade absolut nicht fondattauglich ist, habe ich die Torte noch mit Zartbitter-Ganache eingestrichen und dann mit Fondant überzogen und dekortiert. So dass sie am Schluss aussah wie ein kleines Weinfass. Als Dekoration dazu gab es noch Weintrauben und Blätter der Reben dazu.

 

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